
Arbeitskreis Experimentelle Archäologie
AK-Sprecher
ak.experimentelle@gmail.com
Michael Konrad
michl2@gmx.net
Alarich Langendorf
ali.langendorf@gmx.net
Dominik Hagmann
dominik.hagmann@gmx.at
Ziel des Arbeitskreises ist es, mit Hilfe von Experimenten
Erkenntnisse über ur- und frühgeschichtliche Arbeitstechniken
und die damit verbundenen Folgerungen für das Leben und die
Gesellschaft einer prähistorischen Bevölkerung zu erhalten.
Ausgehend vom archäologischen Befund, der zuerst auf alle
möglichen Informationen hin untersucht wird – dies sind Form,
Beschaffenheit, Material und Arbeitsspuren, um nur einige zu
nennen –, beginnt man mit der Planung eines Versuches, wobei
darauf zu achten ist, dass alle Parameter, die das Experiment
beeinflussen könnten, während der Durchführung aufgezeichnet und
dokumentiert werden.
Die Erkenntnisse aus dem Experiment können die Grabungsmethode
optimieren und beeinflussen und zu neuen Befundinterpretationen
führen, die wiederum Basis für Experimente sind. Voraussetzung
hierfür ist, dass die Experimente nach streng wissenschaftlichen
Kriterien durchgeführt und dadurch wiederholbar werden, damit
ihre Aussagen jederzeit überprüft werden können. Jedoch bleibt
zu bedenken, dass ein „erfolgreich“ verlaufenes Experiment eine
Hypothese nicht eindeutig belegen – im Sinne von beweisen –
kann, sondern dem Ergebnis einen gewissen
Wahrscheinlichkeitscharakter verleiht.
Ein weiteres Anliegen des Arbeitskreises ist es, den Mitgliedern
eine Plattform zur Diskussion und zum Gedankenaustausch zu
bieten sowie die gemachten Erfahrungen bereits erprobter
Experimente in Form von Vorträgen an die Studierenden und andere
Interessierte weiterzugeben, so dass diese eigene Erfahrungen
bezüglich des Umganges mit einem Werkstoff und seinen
Einsatzmöglichkeiten sammeln können.
Die derzeitigen Forschungsschwerpunkte umfassen
Textilherstellung, Keramikverarbeitung, Holz-, Knochen- und
Geweihbearbeitung, Glasherstellung, Eisenverhüttung und
–verarbeitung, Kupferverhüttung und –verarbeitung sowie die
modellhafte Umsetzung von architektonischen Befunden.
Die AK-Mitglieder versuchen weiters mittels Vorführungen bereits
durchgeführter Experimente bei diversen Veranstaltungen, ihre
Arbeit einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und
somit zum besseren Verständnis der Arbeit der ArchäologInnen
beizutragen.