Im Jahr 2015 fanden sich Studierende mehrmals in der Kenyeri-Mühle in Rechnitz ein, um aus einer Vielzahl an archäologischen Experimenten wissenschaftlich wertvolle Erkenntnisse zu gewinnen. Unterstützt wurde der Arbeitskreis stets von Bgm. Engelbert Kenyeri und Mag. Hannes Herdits, denen an dieser Stelle ein Dank ausgesprochen werden soll.
Zu den aufwändigsten Experimenten zählten der Bau eines römischen Glasofens, der in guter Zusammenarbeit mit dem AK Römischer Kaiserzeit verwirklicht wurde, und eines Rennofens nach etruskischem Vorbild.
Der Glasofen wurde unter großem Aufwand betrieben, die ersten Versuche fielen jedoch ernüchternd aus. Aus diesen ersten Annäherungsversuchen konnten aber wichtige Informationen gewonnen werden, die den Antrieb und die Basis für Umbaumaßnahmen und erneute Versuche im kommenden Jahr bilden.
Die Ofenreise des Rennofens fiel im Ergebnis günstiger aus, wodurch für dieses Jahr Experimente zur Weiterverarbeitung angesetzt werden konnten. Außerdem ergibt sich dadurch die Möglichkeit für die Studierenden das Material metallographisch zu analysieren und so diese Methode der Archäometrie besser zu verstehen.
Für das Jahr 2016 sind schon einige Projekte geplant, Interessierte mögen bitte über die Emailadresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, oder persönlich über die Mitglieder, mit dem Arbeitskreis Kontakt aufnehmen.

Dennis Kolic

Auch im letzten Jahr wurden von den Mitgliedern des AK Experimentelle Archäologie wieder einige Versuche und Aktionen durchgeführt. So konnten AK-Mitglieder bei den Abschlussarbeiten im Freigelände des Urgeschichte Museums Asparn/Zaya praktische Erfahrungen sammeln. Weiters wurde die LV zur Experimentellen Archäologie außerplanmäßig zum Lehrplan auch heuer wieder im Urgeschichtemuseum abgehalten und erfreute sich großer überregionaler Beteiligung.

Auf der EXAR-Tagung in Linz gab es einige spannende Vorträge von Mitgliedern des AKs zu hören.

Weiters konnten Matthias Pacher und Wolfgang Lobisser im Wintersemester zu einem gemeinsamen Vortrag über die Neugestaltung des Freilichtgeländes im Urgeschichte Museum Asparn/Zaya (jetzt MAMUZ Asparn) gewonnen werden.

Auch die nun schon länger existierende Werkstatt von Mitgliedern des AKs erfreut sich reger Benützung und wird auch regelmäßig in die theoretische LV zur Experimentellen Archäologie eingebaut, um schon im Wintersemester den Bezug zur Praxis herzustellen.

Zu guter Letzt noch ein Aufruf an alle Experimentierfreudigen: Es werden neue AK-Sprecher gesucht!

Michael Konrad

 

Aus: Mitteilungsblatt Archäologie Österreichs 25/3, 2014, 8.

Auch im letzten Jahr wurden von den Mitgliedern des AK Experimentelle Archäologie wieder einige Versuche und Aktionen durchgeführt.

So trafen sich in der alten Mühle in Rechnitz regelmäßig studentische Gruppen, um ihre Versuche durchzuführen. Dabei wurden Eisenerz geröstet, Birkenpech produziert, sowie verschiedene Objekte nachschmiedet, um deren Herstellungsprozess besser beschreiben zu können. Im Zuge des Tages der offenen Tür im Museum Neunkirchen wurde ein im Jahr davor aufgebauter Kupferverhüttungsofen betrieben. Diese Versuche werden im Frühjahr 2013 weitergehen. Weiters wurde von AK-Mitgliedern im Rahmen dieses Aktionstages der Bronzeguss demonstriert, Birkenpech produziert und Brot in einem römischen Backofen gebacken. Diese Veranstaltung fand großen Anklang bei den Besuchern und der Gemeinde.

Ein besonderes Highlight war das 30jährige Jubiläum der Experimentellen Archäologie im Urgeschichtemuseum Asparn/Zaya. Die Jubiläumsfeier fand passenderweise während der diesjährigen Lehrveranstaltung zur Experimentellen Archäologie statt und wurde von zahlreichen Gästen und Interessierten aus dem In- und Ausland besucht. Im Herbst wurde in Zusammenarbeit mit dem LBI (Ludwig Boltzmann Institute for Archaeological Prospection and Virtual Archaeology) ein Vortrag von Thomas Finderup zum Thema Rekonstruktion von Wikingerschiffen gehalten, daran angeschlossen fand ein Workshop im Museum für Urgeschichte Asparn/Zaya statt, wo wir die Gelegenheit hatten, mit dem Referenten praktische Erfahrungen auszutauschen. Diese Kombination aus Vortrag und Workshop war sehr gut besucht und fand bei den Interessierten regen Anklang.

Michael Konrad

 

Aus: Mitteilungsblatt Archäologie Österreichs 24/3, 2013, 10.

Auch im letzten Jahr wurden von den Mitgliedern des AK Experimentelle Archäologie wieder einige Experimente und Aktionen durchgeführt.

So trafen sich in der Alten Mühle in Rechnitz regelmäßig studentische Arbeitsgruppen, um ihre Versuche durchzuführen (den Verantwortlichen seitens der Gemeinde Rechnitz sei an dieser Stelle herzlichst gedankt). Dabei wurde ein vor Ort anstehendes Eisenerz verhüttet, sowie ein Versuch zur Verhüttung von sulfidischem Kupfererz im Grubenofen gestartet, der in diesem Jahr abgeschlossen werden soll.

Weiters führten im Juni und August 2011 MMag. Irmgard und Dr. Franz Schatz Experimente zur hallstättischen Eisenverhüttung durch. Als Vorbild dienten die Verhüttungsgruben der Siedlung Waschenberg, Bad Wimsbach-Neydharting/OÖ. (Lit.: M. Pertlwieser, JB. OÖ Mus.Verein, Linz 1969, 1970, 1971, I. Schatz, Diplomarbeit, Wien 2005). Die Ofengrube wurde durch einen tönernen Kaminaufsatz (Dm = 35 cm, H = 35 cm) ergänzt. Als Ausgangserz wurde vorgerösteter Limonit aus Elsarn verwendet, als Brennstoff und Reduktionsmittel diente Buchenholzkohle.

Bei den Reduktionsversuchen wurde zunächst nur Magnetit erzeugt, bei etwas veränderten Arbeitsbedingungen (Einbringen der Düsen in tieferen Ofenbereich) auch das Metall, wahrscheinlich hauptsächlich in Form von Gusseisen. Die Versuche sollen im Sommer 2012 fortgesetzt werden.

Weiters trafen einander Mitglieder des AKs öfters im Urgeschichtemuseum Niederösterreich in Asparn a. d. Zaya um im Zusammenhang mit der Eisenverarbeitung (Verschmieden von Eisenluppen unterschiedlicher Qualität) verschiedenste Experimente und Versuchsanordnungen durchzuführen.

Der Arbeitskreis Experimentelle Archäologie möchte sich herzlichst bei Univ.-Prof. Dr. G. Sperl/Leoben für die Spende eines elektronischen Gebläses und des dazugehörigen Equipments bedanken! Im Heimatmuseum Neunkirchen wurde von Mitgliedern des AKs mit dem Bau einer bronzezeitlichen Kupferverhüttungsanlage begonnen. Während des darauf folgenden Tages der offenen Tür nutzten die Mitglieder des AKs die Möglichkeit, die praktische Seite der Experimentellen Archäologie einer breiten Öffentlichkeit darzustellen. Helmut Windl nahm an der von Rengert Elburg, Wulf Hein und Werner Scharf organisierten Experimentserie zum Eichenfällen mit Steindechseln teil, die auch heuer wieder in Ergersheim, in der fränkischen Schweiz, fortgesetzt wird. Die bisher erzielten Ergebnisse sollen mit denen von parallel geschäfteten Äxten verglichen werden, außerdem sollen auch erste Vorversuche zum Brunnenbau durchgeführt werden.

Die nun schon länger existierende Werkstatt von Mitgliedern des AKs erfreut sich reger Benützung und konnte z. B. auch in den Lehrveranstaltungsablauf der Vorlesung zur Experimentellen Archäologie eingebaut werden.

Michael Konrad

 

Aus: Mitteilungsblatt Archäologie Österreichs 23/3, 2012, 9–10.

Auch im letzten Jahr wurden von den Mitgliedern des AK Experimentelle Archäologie wieder einige Versuche und Aktionen durchgeführt. So wurde auch dieses Jahr wieder ein Holzkohlemeiler im Freilichtmuseum Elsarn betrieben, wobei dieses Mal mit einem Weichholzmeiler experimentiert wurde.

Die nun alle zwei Jahre stattfin­dende LV Experimentelle Archäologie im Freilichtmu­seum Asparn an der Zaya war auch heuer wieder sehr gut besucht und konnte mit einem breiten Spektrum an Materialkreisen und Handwerkstechniken aufwarten. So wurden in der Schmiede wieder Experimente zur Eisen-und Kupferverhüttung betrieben sowie das Bronzegießen praktiziert. Die Holz- und Beinbearbeitung konnte im neu gebauten Umgangstempel präsentiert werden, in direkter Nachbarschaft zur Töpferei und der Textiltechnik, welche wieder an ihren angestammten Standorten ein neues Publikum in ihr Handwerk einführte. Steinbearbeitung, Feinschmiedetechnik, Email-und Glasverarbeitung konnten ebenso begeistern wie das Kremationsexperi­ment. Im August traf sich eine studentische Gruppe im Museum für Urgeschichte in Asparn, um Experimente zur Eisenverhüttung durchzuführen. Die anschließende „Nacht der Keltischen Feuer“ führte zu einem gelungenen Ausklang des Treffens.

Bei einigen weiteren Museums­festen und Freilichtveranstaltungen wurden auch wieder experimentalarchäologische Versuche vorgeführt und alte Handwerkstechniken einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Den Höhepunkt im letzten Jahr bildete wohl die Mitorganisation des ÖGUF-Symposiums im Oktober 2010, welches unter dem Thema „Experimentelle Archäo­logie“ stattfand. Das außerordentlich große Interesse an der Forschungsmethode Experimentelle Archäologie wird anhand der großen Teilnehmerzahl (über 200 Teilnehmer) aus dem In- und Ausland bestens verdeutlicht. So konnten auch einige Studenten ihre Ergebnisse und Arbeiten vor einem Fachpublikum präsentieren.

2010 trafen sich wie­derum einige studentische Gruppen im Freilichtmuseum in Elsarn sowie in der Alten Mühle in Rechnitz, um ihre Versuche durchzuführen. Hierfür spielte vor allem die von einigen Mitgliedern angemietete Werkstatt in Wien eine wichtige Rolle zur Vor- und Nachbereitung, wobei hier auch die kalten Wintermonate in einer idealen Umgebung für Versuche genutzt werden können. Für weitere dies­bezügliche Informationen schicken Sie bitte eine Email an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Michael Konrad

 

Aus: Mitteilungsblatt Archäologie Österreichs 22/3, 2011, 9.

Teilen

E-Mail - Verteiler

Terminkalender

Mai 2017
Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30 31 1 2 3 4
Mai 2017
Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30 31 1 2 3 4