Auch im letzten Jahr wurden von den Mitgliedern des AK Experimentelle Archäologie wieder einige Versuche und Aktionen durchgeführt. So wurde auch dieses Jahr wieder ein Holzkohlemeiler im Freilichtmuseum Elsarn betrieben, wobei dieses Mal mit einem Weichholzmeiler experimentiert wurde.

Die nun alle zwei Jahre stattfin­dende LV Experimentelle Archäologie im Freilichtmu­seum Asparn an der Zaya war auch heuer wieder sehr gut besucht und konnte mit einem breiten Spektrum an Materialkreisen und Handwerkstechniken aufwarten. So wurden in der Schmiede wieder Experimente zur Eisen-und Kupferverhüttung betrieben sowie das Bronzegießen praktiziert. Die Holz- und Beinbearbeitung konnte im neu gebauten Umgangstempel präsentiert werden, in direkter Nachbarschaft zur Töpferei und der Textiltechnik, welche wieder an ihren angestammten Standorten ein neues Publikum in ihr Handwerk einführte. Steinbearbeitung, Feinschmiedetechnik, Email-und Glasverarbeitung konnten ebenso begeistern wie das Kremationsexperi­ment. Im August traf sich eine studentische Gruppe im Museum für Urgeschichte in Asparn, um Experimente zur Eisenverhüttung durchzuführen. Die anschließende „Nacht der Keltischen Feuer“ führte zu einem gelungenen Ausklang des Treffens.

Bei einigen weiteren Museums­festen und Freilichtveranstaltungen wurden auch wieder experimentalarchäologische Versuche vorgeführt und alte Handwerkstechniken einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Den Höhepunkt im letzten Jahr bildete wohl die Mitorganisation des ÖGUF-Symposiums im Oktober 2010, welches unter dem Thema „Experimentelle Archäo­logie“ stattfand. Das außerordentlich große Interesse an der Forschungsmethode Experimentelle Archäologie wird anhand der großen Teilnehmerzahl (über 200 Teilnehmer) aus dem In- und Ausland bestens verdeutlicht. So konnten auch einige Studenten ihre Ergebnisse und Arbeiten vor einem Fachpublikum präsentieren.

2010 trafen sich wie­derum einige studentische Gruppen im Freilichtmuseum in Elsarn sowie in der Alten Mühle in Rechnitz, um ihre Versuche durchzuführen. Hierfür spielte vor allem die von einigen Mitgliedern angemietete Werkstatt in Wien eine wichtige Rolle zur Vor- und Nachbereitung, wobei hier auch die kalten Wintermonate in einer idealen Umgebung für Versuche genutzt werden können. Für weitere dies­bezügliche Informationen schicken Sie bitte eine Email an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Michael Konrad

 

Aus: Mitteilungsblatt Archäologie Österreichs 22/3, 2011, 9.

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