Das Jahr 2006 war für den Arbeitskreis Experimentelle Ar­chäologie ein sehr erfolgreiches. Besonders erfreulich sind der rege Zuwachs vor allem auch junger StudentInnen und ihr Engagement sowohl bei der Lehrveranstaltung „Experi­mentelle Archäologie“ als auch bei anderen Aktivitäten des Arbeitskreises.

Im SS 2006 fand ein Workshop unter der Anleitung von Anne Reichert zur Verarbeitung und Verwendung von diversen tieri­schen und pflanzlichen Fasern statt. Die zahlreichen Anwe­senden konnten sich über zwei Tage einen Einblick in das faszinierende Wissen und Werken der Vortragenden ver­schaffen. Ein weiterer Vortrag im WS 2006/07 wurde von Karina Grömer zu den Finessen hallstattzeitlicher Textilien gehalten.

Die Bedeutung der experimentellen Archäologie für die ar­chäologische Forschung wird durch mittlerweile drei Prose­minararbeiten unterstrichen, die ihren Schwerpunkt auch in dieser Methode sehen. Die Lehrveranstaltung „Experimentelle Archäologie“ vom 30. Juni bis 3. Juli 2006 wurde durch Beiträge und Versuche „jün­gerer“ Mitglieder des Arbeitskreises bereichert und ergänzt. Neben den traditionellen Bereichen der Textilverarbeitung, Metallverarbeitung und Produktion, Keramik, Knochen- und Geweihverarbeitung, Steinbe- sowie Glasverarbeitung wurden auf dem Gebiet der Feinschmiedetechnik einige Versuche gemacht. Im Sinne der disziplinenübergreifenden Zusammen­arbeit sind die seitens der Anthropologie durchgeführten Kremationsexperimente zu unterstreichen. An einem weite­ren Wochenende im August wurden in Asparn Experimente zu frühmittelalterlicher Eisenverhüttung durchgeführt.

Die Präsenz von Mitgliedern des Arbeitskreis bei diversen Veranstaltungen (Bergfest in Hallstatt, Keltenfeste in Mitterkirchen und Schwarzenbach, Niederösterreichische Landesausstellung) bestätigt eindrucksvoll die vermittlungstechnischen und didaktischen Möglichkeiten, wie auch die Werbewirksamkeit der experimentellen Archäologie. Am 8. und 9. Dezember 2006 fand im Freilichtmuseum Elsarn ein weiteres Treffen des Arbeitskreises statt. Trotz tiefer Temperaturen und Nebel waren insgesamt 20 Mitglieder anwesend, die die zwei Tage für Versuche zu Feinschmiedetechnik, Schmieden, Räuchern, Keramikbrand, Drechseln und Birkenteerherstellung nutzten. Der Arbeitskreis möchte sich an dieser Stelle für die Gastfreundschaft bedanken! Der Erfolg dieses Treffens bestätigt den Entschluss, solche Treffen regelmäßig zwei- bis dreimal im Semester durchzuführen. Abschließend möchte sich der Arbeitskreis noch bei Mathias Mehofer für seine langjährige organisatorische Tätigkeit bedanken. Wer Informationen zu den geplanten Treffen und Vorträgen erhalten will und noch nicht auf dem Verteiler des Arbeitskreises vermerkt ist, wird gebeten, ein e-mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zu schicken.

Matthias Kucera

 

Aus: Mitteilungsblatt Archäologie Österreichs 18/3, 2007, 6–7.

 

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