Am 10. Mai 2005 fand ein Vortrag von Mag. Olaf Strutzberg (Büro für archäologische Baugrunduntersuchungen) zum Thema „Feu­er und Haus – Analysen zu abgebrannten ur- und früh­geschichtlichen Hausbefunden und Hausmodellen der Experi­mentellen Archäologie“ statt, der auf reges Interesse stieß.

Im Mai 2005 fanden als Vorbereitung zur Lehrveranstaltung Experimentelle Archäologie mehrere interne Vorträge statt. Mit dem Ziel, den Teilnehmern der Lehrveranstaltung einen Einblick in die verschiedenen Themengebiete zu vermitteln, stellten die Tutoren der einzelnen Fachbereiche ihre Arbeitsgebiete vor. Die Lehrveranstaltung fand vom 30. Juni bis 3. Juli 2005 unter der Leitung von Dr. Helmut Windl und Mag. Hannes Herdits im Mu­seum für Urgeschichte in Asparn an der Zaya statt. Als Arbeits­schwerpunkte wurden die Keramikverarbeitung, die Herstellung von Objekten aus Knochen, Horn und Hirschgeweih, Holz-,Kup­fer- und Eisenverarbeitung sowie Guss von Bronzeobjekten in verlorenen Formen gewählt. Die Experimente zur Glasperlenherstellung wurden weiterge­führt. Dabei wurde besonders auf die Form des Glasofens und die Temperaturführung Bedacht genommen.

Während des An­fang September stattfindenden Keltenfestes in Mitterkirchen (OÖ.) wurden von Mitgliedern des Arbeitskreises verschiedene Handwerkstechniken wie Eisen-, Leder-, Keramik-, Holz- und Geweihverarbeitung, Textilerzeugung sowie Nahrungsmittel­wirtschaft vorgeführt. Weiters wurden verschiedene Untersuchungen zu den spät­bronzezeitlichen Tragsäcken aus dem Bergwerk Hallstatt durch­geführt. In Zusammenarbeit mit Ralf Totschnig erfolgten die Dokumentation und der Abbau eines verstürzten Blockwannen­beckens in Hallstatt; danach wurde dieses wiedererrichtet. Ebenso wurde die Rekonstruktion einer bronzezeitlichen Fahrt (Stiege, prähistorischer Bergbau) mit nachgebauten Bronzewerk­zeugen durchgeführt. Einen weiteren Arbeitsschwerpunkt stell­te auch dieses Jahr wieder die Birkenteerherstellung dar. (Zwei-Topfmethode), ebenso wie Feuerbohren und Feuerschlagen (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Im Rahmen der Niederösterreichischen Landesausstellung 2005 am Heldenberg bei Kleinwetzdorf wurden von Mitgliedern des Arbeitskreises drei Langgebäude in Pfostenbauweise mit Flechtwerkwänden und Rindendeckung errichtet. Anlässlich der Errichtung von Haus 1 wurden Versuche mit Farbpigmenten auf Kaseinbasis mit gebranntem Kalk durchgeführt. In Schwarzenbach (NÖ.) wurden die seit mehreren Jahren in Bau befindlichen Gebäude des Freilichtgeländes fertig gestellt und dieses im Rahmen eines feierlichen Aktes eröffnet. Einerseits wurden die Inneneinrichtungen des Handwerker­gebäudes, des Speichers und des Wohnhauses vervollstän­digt, weiters wurden Versuche zum Keramikbrand durchgeführt (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). Die vom 20 bis 23. Oktober 2005 in Bozen stattfindende interna­tionale EXAR-Tagung zur Experimentellen Archäologie wurde von mehreren Mitgliedern des Arbeitskreises besucht und dort verschiedene Forschungsergebnisse einem Fachpublikum vorgestellt. Im WS 2005 fanden auf Einladung des Arbeitskreises Experi­mentelle Archäologie zwei Vorträge statt, die sehr gut besucht waren. Mag. Karina Grömer stellte ihre Forschungsergebnisse im Rahmen des Vortrages „Experimente zur Haar- und Schleier­tracht nach einem Grabfund aus Hallstatt“ vor, Dr. Erich Lehner (Institut für Kunstgeschichte, Bauforschung und Denkmalpfle­ge, TU Wien) berichtete über „Holzbauweisen im außereuropä­ischen Raum – ein kultureller Vergleich“.

Mathias Mehofer

 

Aus: Mitteilungsblatt Archäologie Österreichs 17/3, 2006, 7.

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