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Der AK Musikarchäologie veranstaltete im Jahr 2012 zwei Vorträge und vier VortragsKonzerte im Naturhistorischen Museum Wien.

Am 26. April hielt Elke Zimmermann, Tierärztliche Hochschule Hannover, Institut für Zoologie, einen Vortrag – „Dem biologischen Ursprung von Musik auf der Spur – Zur Evolutionsgeschichte der Akustik von Emotionen“ – mit der Kernaussage, dass das Lachen einer der Ursprünge der Musik ist. Gemeinsam mit Christoph Reuter und Jörg Mühlhans, Institut für Musikwissenschaft der Universität Wien und Beate Maria Pomberger wurde ein erster Impuls zur Zusammenarbeit zur Erforschung der Archäoakustik gesetzt. Das rekonstruierte Haus der Linearbandkeramik und ein eisenzeitliches Grubenhaus im Museum für Urgeschichte Asparn an der Zaya wurden auf ihre Raumakustik hin untersucht. Zum Einsatz kamen rekonstruierte prähistorische Musikinstrumente. Der Vortrag der „Zur Akustik der Prähistorie“ von Christoph Reuter fand am 17. Jänner statt. Man darf auf eine weitere fruchtbare interdisziplinäre Zusammenarbeit hoffen. In der VortragsKonzertreihe „Musik & Archäologie“ stellte Beate Maria Pomberger gemeinsam mit ihrem Ensemble Archäomusik Vienna (Bernhard Winkler, Albin Paulus, Beate Maria Pomberger) am 6. März – „Am Anfang war die Stimme – Musikarchäologisch-musikalischer Streifzug durch die Prähistorie“ – Musikinstrumente aus fünf Epochen vor. Dasselbe Programm fand im April auch im Museum für Archäologie Thurgau, Schweiz, statt. Stefan Hagel sprach am 13. März über „Musik der griechischen Antike“, sang auch selber, spielte Kithara und Doppelaulos und begleitete Christian Jung, Tenor und Altphilologe, auf seinen Instrumenten. Am 8. November hielt Renata Segal ihren Vortrag „Keltische Motive in modernen Tätowierungen“. Den musikalischen Part bestritten Albin Paulus und Valentin Arnold auf Dudelsäcken. Der letzte Abend, „Eisenzeit in Wien und Umgebung“, fand am 22. November mit Peter Ramsl, statt. Birgit Fluch, Flöte und Marita Rohregger brachten u. a. ein eigens dafür komponiertes Stück des renommierten österreichischen Komponisten Wolfram Wagner zur Aufführung.

„Musik & Archäologie“ wird künftig im Thomassaal des Dominikanerklosters, Postgasse 4, 1010 Wien, weitergeführt.

Beate Maria Pomberger

 

Aus: Mitteilungsblatt Archäologie Österreichs 24/3, 2013, 11.