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Das vergangene Studienjahr 2013/2014 wurde bereits während der Winterferien durch einen Vortrag zur Palaeoethnobotanik eingeleitet: Christine Hastorf refererierte über „The social dimensions of plant use in South America“. Zu Semesterbeginn berichtete uns Wolfgang Artner über „Lasinja, Mondsee und frühes Kupfer – Die Steiermark im 4. Jahrtausend v. Chr.“ und demonstrierte damit eindrucksvoll eine frühe transalpine Vernetzung der kupferzeitlichen Gesellschaft. Weiter ging es mit einem Vortrag von Rengert Elburg, der im Rahmen der ÖGUF Hauptversammlung über „Hervorragendes Holzhandwerk aus dem Frühneolithikum“ sprach.

Das Studierendenforum des Arbeitskreises Neolithikum/Bronzezeit hat sich als Erfolgsevent etabliert. Im Juni konnten Diplomanden bereits zum dritten Mal ihre Abschlussarbeiten einem größeren Publikum präsentieren. Unter dem Sammeltitel „Der Mensch im archäologischen Befund: Vom Fingerabdruck bis zur Leiche“ stellten Ali Darvish Zadeh, Stefan Grasböck und Michaela Langová ihre überaus interessanten Ergebnisse vor. Abgeschlossen wurde das Sommersemester mit einem Workshop von Michael Götzinger. Auf beeindruckend interaktive Art wurden wir über die Verwendung von mineralischen Farbpigmenten in der Ur- und Frühgeschichte informiert.

Der Hauptreferent des Wintersemesters, Roderick Salisbury, gab mit einem Vortrag über „Soil chemistry in archaeology: reconstructing activity zones, settlement patterns and cultural landscapes“ interessante methodische Einblicke. Unter anderem in seine Arbeit auf neolithischen und kupferzeitlichen Fundstellen in Ungarn.

Über diese offiziellen Veranstaltungen hinaus gab es eine Reihe von kleineren Treffen. So fand neben den regelmäßigen Stammtischen etwa eine Diashow statt, bei der Mitglieder des Arbeitskreises von einer archäologischen Rundreise durch den Iran berichteten. Zudem hat im Dezember 2013 ein Wechsel des Arbeitskreissprecherteams stattgefunden, indem Sebastian Krutter, Fiona Poppenwimmer und Sophie Habinger die Koordination des Arbeitskreises übernommen haben. Zukünftig soll einerseits der bisherige „Kurs“ weiterverfolgt werden und andererseits sollen neue Akzente gesetzt werden – unter anderem soll im Sinne eines österreichweit agierenden Arbeitskreises
eine verstärkte Kommunikation und Kooperation zwischen den west- und ostösterreichischen KollegInnen angestrebt werden.

In bewährter Weise werden wir Vorträge, Exkursionen, Workshops und regelmäßige Stammtische organisieren, wofür wir auch weiterhin auf eine rege Teilnahme hoffen!

Ronny Weßling, Maria Röcklinger, Jakob Maurer, Sebastian Krutter, Fiona Poppenwimmer & Sophie Habinger

 

Aus: Mitteilungsblatt Archäologie Österreichs 25/3, 2014, 7.