Der Arbeitskreis Neolithikum/Bronzezeit blickt auf ein hochinteressantes und intensives Jahr 2012 zurück. Regelmäßiger Fixpunkt waren die allmonatlichen AK-Stammtische, die zumeist im Café-Restaurant Latte Grande sowie einige Male in der Vienna-Lithothek von Prof. Trnka (herzlichsten Dank für die Einladung!) abgehalten wurden. Sie wurden teilweise mit verschiedenen Themen verknüpft. So gab es etwa einen „ethnoarchäologischen Diaabend“ mit einem Schwerpunkt auf Mittel- und Südamerika, der mit Reiseberichten von Melanie Juritsch, Jakob Maurer, Miriam Weberstorfer und Sophie Zimmermann gestaltet wurde.  

Durchgeführt wurde auch ein „Work in progress“-Abend, bei dem der aktuelle Auswertungsstand der wissenschaftlichen Abschlussarbeiten von Stefan Grasböck und Leopold Toriser einer Präsentation und Diskussion unterzogen wurde. Derartige Themenstammtische – jeweils am ersten Monatsmittwoch – sind auch in Zukunft als wesentliche Pfeiler unseres AK-Programms eingeplant!

Gleichfalls fortgesetzt wird die sehr gut angenommene Vortragsserie „Studierendenforum“, in deren Rahmen im Arbeitsjahr unter dem Sammeltitel „Die Kupferzeit aus verschiedenen Blickwinkeln“ die Diplomarbeiten von Martin Fera, Violetta Reiter und Jakob Maurer einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt wurden.

Als Hauptreferent wurde im Sommersemester Andrew P. Fitzpatrick (Wessex Archaeology) eingeladen. Er referierte in seinem Vortrag „From the Alps to Stonehenge: The story of the Amesbury Archer“ über die wohl reichste Bestattung der Glockenbecherkultur, die nur etwa 5 km von Stonehenge entfernt aufgefunden wurde.

Den krönenden Abschluss des Sommersemesters bildete unsere dreitägige Exkursion in das Bundesland Salzburg. Mit 29 Kollegen aus Österreich, Tschechien und Deutschland ging es von der prähistorischen Höhensiedlung am Hellbrunnerberg über das Keltenmuseum Hallein zum Dürrnberg. Bei dieser Station wurden die latènezeitliche Siedlung im Ramsautal, das Hexenwandfeld mit der Fundstelle der Schnabelkanne sowie die Gräbergruppen am Lettenbühel, Moserstein und Moserfeld besichtigt. Der zweite Tag startete mit der Besichtigung des prähistorischen Kupferbergbaus am Mitterberg, wo wir sowohl unter Tage durch den Arthurstollen als auch ober Tage über das Aufbereitungsareal am Troiboden und den Pingenzug des Mitterberger-Hauptganges geführt wurden. Im Anschluss besuchten wir das Museum am Kastenturm in Bischofshofen, in dem zahlreiche Exponate zur inneralpinen Montanarchäologie ausgestellt sind. Den letzten Tag begannen wir mit einer Wanderung entlang der bronzezeitlichen „Kupferstraße“ am Pass Lueg. Danach besuchten wir die prähistorische Höhensiedlung am
Nikolausberg bei Golling und das Museum in der Burg Golling. Für die Organisation dieser Exkursion wollen wir an dieser Stelle Sebastian Krutter (Landesarchäologie Salzburg/Museum Burg Golling) ein ganz großes Dankeschön aussprechen! Ganz herzlich bedanken möchten wir uns auch bei den Kolleginnen und Kollegen, die uns vor Ort durch ihre Museen und Fundlandschaften geführt haben – dies sind Raimund Kastler (Landesarchäologie Salzburg/Salzburg Museum), Anna Holzner (Keltenmuseum Hallein), Erich Urbanek (Museum Burg Golling) sowie Robert Pils (Museum am Kastenturm in Bischofshofen), der sich sogar einen ganzen Tag für uns Zeit genommen hat!

Eine weitere Exkursion führte uns zu den Grabungen in Wien Aspern-Seestadt (Stadtarchäologie Wien, Dank an Martin Penz), wo vor allem Befunde der Badener Kultur sowie der Napoleonischen Kriege zu bestaunen waren.

Im Wintersemester standen neben kleineren Unternehmungen vor allem zwei Vorträge am Programm: Iliya Hadzhipetkov (Universität Sofi a) referierte über „Late Neolithic polished stone tools from the Upper Thrace valley“ und Stijn Arnoldussen (Rijksuniversiteit Groningen) fesselte uns richtiggehend mit seinen Ausführungen zu siedlungsdynamischen Prozessen der niederländischen Bronzezeit: „At the rivers mercy? ... The cultural Landscape of Bronze Age Farmers in the Rhine-Meuse river delta”.

Der AK ist inzwischen auch im Internet mit einer eigenen Homepage unter https://www.facebook.com/AKNeolBz vertreten. Zum Betrachten der Seite ist übrigens kein Facebook-Account notwendig! Trotzdem sei allen Interessenten aber auch die Eintragung in den Emailverteiler des Arbeitskreises ans Herz gelegt! Das Sprecherteam des Arbeitskreises (Anfang 2013 ergänzt durch Maria) freut sich auf ein ebenso tolles Jahr 2013!

Jakob Maurer, Maria Röcklinger & Ronny Weßling

 

Aus: Mitteilungsblatt Archäologie Österreichs 24/3, 2013, 9.

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