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2011 war ein ereignisreiches Jahr für den Arbeitskreis. Den Auftakt stellte ein Stammtisch im März dar, zu dem wir von Gerhard Trnka in die Vienna Lithothek eingeladen wurden! Wir trafen einander in weiterer Folge jeden ersten Monatsmittwoch zum AK-Stammtisch. Da sich dieses Konzept sehr bewährt hat, wird es auch weiterhin fortgeführt. Wir freuen uns über jedes neue Gesicht!

Ebenfalls im März wurde nach langer Zeit wieder ein „Studierendenforum“ veranstaltet und drei Studenten eingeladen, die Ergebnisse ihrer Diplom- oder Masterarbeit zu präsentieren. In überaus kompetenter Weise wurden von Joris Coolen, Anja Masur und Elisabeth Rammer aktuelle landschafts- und siedlungsarchäologische Fragestellungen der österreichischen Neolithforschung vorgestellt.

Ein anderes Mal konnten wir Matija Crešnar aus Slowenien begrüßen. Er sprach über die Bestattungssitten der Urnenfelderzeit Ostslawoniens. Der Abend wurde wie üblich mit einem ausgiebigen Postkolloquium abgeschlossen.

Joachim Pechtl aus Manching berichtete uns über die exzeptionelle Auswertung der linearbandkeramischen Siedlung von Stephansposching in Niederbayern.
Für das Wintersemester gelang es uns, Roberto Risch aus Barcelona zu einem Vortrag einzuladen. Dicht gedrängt folgte das Publikum seinen mitreißenden Ausführungen über die frühbronzezeitliche El-Argar-Kultur.

Das Highlight des Sommersemesters war eine dreitägige Oberösterreich-Exkursion mit rund 30 studentischen Teilnehmern, bei der wir nicht nur die Bergwerksgrabung und das Gräberfeld von Hallstatt besichtigt haben. Ausgehend von der Schweighofer Mauer im Mostviertel standen zahlreiche weitere Punkte in unserem Reiseprogramm. Wir möchten uns daher auf das Allerherzlichste bei allen Forschern und Kustoden bedanken, die sich die Zeit genommen haben, uns durch ihre Fundplätze und Häuser zu führen! Zu nennen sind Judith Klieber (Burgwiese/Ansfelden), Jutta Leskovar (Schlossmuseum Linz), Robert Neuhauser (Stadl-Paura), Theresia Hartner (Heimathaus Bad-Wimsbach/ Neydharting), Heinz Gruber (Traunkirchen), Anton Reisinger (Pfahlbaumuseum Mondsee), Hans Reschreiter (Hallstatt Bergwerk) und Anton Kern (Hallstatt Gräberfeld). Ein großes Dankeschön gebührt auch der Co-Organisatorin Miriam Weberstorfer!

Auch im aktuellen Jahr werden wir wieder eine ähnliche Exkursion veranstalten, die uns diesmal vom 15. bis zum 17. Juni in das Bundesland Salzburg führen wird, unter anderem in den Arthurstollen des Mitterbergs.

Im Zuge eins Fahrradausflugs nach Hainburg besuchten wir die linearbandkeramische Grabung in Hainburg/Teichtal sowie die Ausstellung „Lebenswelten. Archäologische Spurensuche in der Region Hainburger Pforte/Römerland“. Vielen Dank an Alexandra Krenn-Leeb für die Führung durch die interessante Ausstellung im Wienertor!

Wie auch schon im Jahr 2010 organisierten wir im Herbst letzten Jahres eine Führung durch das Naturhistorische Museum. Zahlreiche Studierende nutzten das an den Lehrplan der Universität Wien angepasste Angebot und ließen sich von Daniela Kern und Peter Stadler einen Einblick in die Sachkultur des Neolithikums geben. Beiden Referenten sei hierfür herzlich gedankt!
Über den Emailverteiler des Arbeitskreises schicken wir nicht nur Einladungen zu unseren Vorträgen und Exkursionen aus, sondern auch viele andere einschlägige Informationen, wie etwa neu erschienene pdf-Literatur und Hinweise auf Tagungen oder Ausstellungen. Wir wären auch durchaus an ad-hoc-Mitteilungen interessiert, etwa, wenn im Zuge einer Rettungs- oder Forschungsgrabung besonders qualitative Befunde zum Vorschein kommen, die wir uns unbedingt vor Ort ansehen sollten.
 
Jakob Maurer & Ronny Weßling

 

Aus: Mitteilungsblatt Archäologie Österreichs 23/3, 2012, 8–9.