Am Donnerstag, dem 17. Juni 2004 fand auf Einladung des Arbeitskreises Paläolithikum der Vortrag von Or. Petra Kieselbach (Universität Tübingen) "Aktuelle Forschungen zum Gravettien des Hohlen Fels bei Schelkingen, Baden-Württemberg" statt. Sie gab uns nicht nur einen detaillierten Einblick in die Grabungstätigkeit in der Höhle, sondern stellte uns auch neue Funde vor. Mit weit über 30 Zuhörern war die Veranstaltung außergewöhnlich gut besucht.

Ebenso viele Paläolithinteressierte hörten den Vortrag von Dr. Leif Steguweit (Universität Erlangen) am Donnerstag, dem 11. November 2004. Er referierte über Gebrauchsspuren an Stein- und Knochenartefakten von Bilzingsleben und anderen paläolithischen Fundsteilen. Besonders interessant waren dabei die neuen Untersuchungsmethoden von Schnitt- und Kratzspuren an Knochen, die uns vorgestellt wurden. Im Frühjahr 2004 gelang es, mit Mitgliedern des Arbeitskreises Paläolithikum im Freilichtteil des Niederösterreichischen Landesmuseums für Urgeschichte in Asparn an der Zaya das Modell eines pavlovienzeitlichen Winterlagers zu errichten. Neben zwei Behausungen aus Grassoden wurde auch ein Trockengesteil, eine Speichergrube sowie ein Gestrüppzaun nach Befunden von Pavlov, Dolni Vestonice und Krems-Wachtberg rekonstruiert.

Thomas Einwögerer

 

Aus: Mitteilungsblatt Archäologie Österreichs 16/3, 2005, 5.

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