Die Aktivitäten des Mittelalter-Arbeitskreises der ÖGUF konzentrierten sich im Jahr 2002 in erster Linie auf die internen Treffen und auf öffentliche Vorträge. Am 13. März berichtete Patrick Schicht über seine Forschungen zum Thema Kastellburgen in Ostösterreich. Am 11. April hielt Thomas Küntzel von der Universität Göttingen einen gut besuchten Vortrag zum Thema "Stadtwüstungen - Geisterstädte des Mittelalters". Am 8. Mai berichtete Nikolaus Hofer über die Notgrabung des Bundesdenkmalamtes beim sogenannten Wasserturm in Hainburg. Am 30. Oktober stellte Patrick Schicht im Rahmen eines Arbeitskreis-Treffens seine Diplomarbeit zum Thema "Baugeschichte der Burganlage von Hardegg" vor. Am 21. November hielt Manfred Lehner von der Universität Graz einen Vortrag über die "Neuen Ergebnisse der Grazer Stadtarchäologie", der aufgrund seines umfassenden Überblicks über die archäologischen Aktivitäten im Grazer Stadtgebiet der letzten Jahre auf reges Interesse seitens der Fachkollegen stieß. Am 12. Dezember schließlich berichtete Mathias Hensch vom bayerischen Landesamt für Denkmalpflege über seine Grabungen auf der Burg Sulzbach in der Oberpfalz, die vor allem aufgrund der umfangreichen karolingerzeitlichen und hochmittelalterlichen Befunde und Funde für Aufsehen sorgte.

Nikolaus Hofer

 

Aus: Mitteilungsblatt Archäologie Österreichs 14/3, 2003, 7.

Der Mittelalter-Arbeitskreis der ÖGUF setzte 2001 die bereits im Vorjahr eingeführten arbeitskreisinternen Treffen fort, die wiederum auf reges Interesse seitens der Fachkollegen und Studenten stießen. Daneben wurden auch zwei öffentliche Vorträge sowie insgesamt vier Exkursionen veranstaltet. Am 10. Jänner stellte Manfred Lehner aus Graz im Rahmen eines "Keramik-Workshops" mitttelalterliche und neuzeitliche Keramik von unterschiedlichen Fundorten aus der Steiermark und aus Kärnten vor. Am 18. Februar nahmen zahlreiche Mitglieder des Arbeitskreises und weitere Interessierte an einer Führung von Heidrun Helgert durch die neu eingerichteten archäologischen Schauräume bei dem Holocaust-Mahnmal am Wiener Judenplatz teil. Am 14. März stellte Raimund Rhomberg an lässlich eines Arbeitskreis-Treffens mittelalterliche Burgen in Vorarlberg vor. Am 24. April hielt Stefan Krabath aus Göttingen einen öffentlichen Vortrag über Schatzfunde des Mittelalters aus dem mitteleuropäischen Raum, der eine Zusammenfassung seiner umfangreichen Arbeiten zu diesem Thema darstellte. Am 25. April stellte Ines Ruttner bei einem internen Treffen Fundmaterial aus einer frühneuzeitlichen Senkgrube aus Salzburg vor, das sie im Rahmen ihrer Diplomarbeit ausgewertet hatte.

Am 17. Juni unternahm der Arbeitskreis eine Exkursion zur Niederösterreichischen Landesausstellung nach Ottenstein und Waldreichs, wobei vor allem der mittelalterliche Ausstellungsteil in Waldreichs im Mittelpunkt stand. Anschließend wurde noch die Ausstellung zur Klosterarchäologie im Stift Altenburg besichtigt.

Am 9. Oktober hielt Rainer Atzbach aus Bamberg einen sehr gut besuchten Vortrag über ein relativ junges Feld der Mittelalterarchäologie, nämlich Fundmaterial aus historischen Zwischenböden (Decken- und Gewölbebeschüttungen).

Am 13. Oktober nahmen einige Mitglieder des Arbeitskreises an einer Exkursion zur Burgruine Scheuchenstein teil, die mit der gesungenen Darbietung eines zeitgenössischen Textes über die Belagerung dieser Burg im Spätmittelalter verbunden war. Vom 26. bis 28. Oktober veranstaltete der Arbeitskreis eine Exkursion zur Kärntner Landesausstellung nach Friesach, an der insgesamt elf Mitglieder teilnahmen. Neben der  Ausstellung "Schauplatz Mittelalter" wurden noch eine Glasausstellung in Bärnbach, eine Schwarzhafnerei-Ausstellung in Villach, die Ausgrabungen in Molzbichl sowie die  Burgruinen in Moosburg und Straßburg besichtigt.

Am 28. November stellte Ingeborg Gaisbauer aus Wien im Rahmen eines arbeitskreisinternen Treffens ihre Überlegungen zu einer Neubewertung der mittelalterlichen Funde aus der Grabung "Graben" im 1. Wiener Gemeindebezirk vor.

Nikolaus Hofer

 

Aus: Mitteilungsblatt Archäologie Österreichs 13/3, 2002, 6.

Die Aktivitäten des Mittelalter-Arbeitskreises der ÖGUF beschränkten sich im Jahr 2000 in erster Linie auf die arbeitskreisinternen Treffen, bei denen verschiedenste Aspekte der Mittelalterarchäologie beleuchtet wurden.

Am 11. Jänner berichtete Doris Schön über die Ergebnisse der jüngsten Bauforschungen im Haus Judenplatz Nr. 8 in Wien, die zum Teil mittelalterliche Baustrukturen zum Vorschein gebracht haben. Am 1. Februar hielt Elisabeth Wahl einen Vortrag über ihre Untersuchungen an neuzeitlichen Dachstühlen, wobei ebenfalls das Haus Judenplatz Nr. 8 im Vordergrund stand.

Am 25. März unternahmen etwa 15 Mitglieder des Arbeitskreises eine Exkursion nach Krems und Stein an der Donau, Niederösterreich, wo Nikolaus Hofer bei einer Stadtführung die Ergebnisse der bauarchäologischen Bestandsaufnahme der beiden mittelalterlichen Stadtmauern erläuterte. Der Führung schlossen sich auch einige Teilnehmer der gleichzeitig in Krems stattfindenden Tagung des "Arbeitskreises zur archäologischen Erforschung des mittelalterlichen Handwerks" an.

Am 11. April hielt Kinga Tarcsay einen Vortrag über mittelalterliche und frühneuzeitliche Glasfunde aus Österreich, wobei auch Originalfunde besichtigt werden konnten. Am 10. Mai berichtete Paul Mitchell über seine neuesten Erkenntnisse zu mittelalterlichen, profanen Steinbauten in Wien, die sich offenbar in mehreren Fällen erhalten haben bzw. nachweisen lassen. Am 14. Juni hielt Heinz Winter einen Vortrag über den Münzschatzfund aus Dürnstein, Steiermark, anhand dessen er die Bedeutung derartiger Fundkomplexe für die mittelalterliche Numismatik im Speziellen und für die Mittelalterarchäologie im Allgemeinen erläuterte.

Vom 15. bis 16. Juli trafen einander die Mitglieder des Arbeitskreises aus Anlass des 10-jährigen Bestehens des Mittelalter-Arbeitskreises auf der Burg Plankenstein, Niederösterreich, wo dieses Ereignis mit einem Ritteressen und einer "10-Jahres-Dia-Show" gebührend gefeiert wurde.Vom 26. bis zum 29. Oktober nahmen neun Mitglieder des Arbeitskreises an einer Exkursion zu der gemeinsamen Landesausstellung von Nord und Südtirol in Brixen und Lienz teil, die dem mittelalterlichen Leben um 1500 gewidmet war. Daneben wurden auch einige Burgen in Südtirol besichtigt.

Am 14. November ermöglichte Thomas Kühtreiber einen Einblick in das gegenwärtig von ihm bearbeitete keramische Fundmaterial aus der Aula der Alten Universität in Wien, das vorwiegend aus Formen des späten 16. und frühen 17. Jahrhunderts besteht. Am 6. Dezember stellten mehrere Mitgleder des Arbeitskreises von ihnen im Rahmen ihrer Proseminararbeit behandelte mittelalterliche Fundkomplexe vor.

Nikolaus Hofer

 

Aus: Mitteilungsblatt Archäologie Österreichs 12/3, 2001, 13.

In Fortsetzung des Schwerpunktthemas "Stadtkernarchäologie" hielt Frau Dr. Silvia Codreanu-Windauer, Regensburg, am 28. Jänner 1999 einen Vortrag mit dem Titel "Abenteuer Stadtarchäologie - Schauplatz Regensburg", in dem sie über die umfangreichen archäologischen Untersuchungen im mittelalterlichen Stadtkern von Regensburg berichtete. Von 14. bis 16. Mai nahmen acht Mitglieder des AK an einer Exkursion nach Kärnten teil, deren Schwerpunkt die Besichtigung erhaltener mittelalterlicher Bausubstanz in Burgen und Kirchen bildete. Diese Exkursion bildete den Auftakt zu dem Schwerpunktthema "Bauforschung", welches für 1999 und das erste Halbjahr 2000 fixiert wurde.

In einer AK-Versammlung am 10. November wurde Ines Ruttner zur stellvertretenden Sprecherin des AK gewählt. Weiters wurde eine Intensivierung der AK-Treffen vereinbart, die ab nun monatlich stattfinden werden. Am 3. Dezember besichtigten etwa 25 AK-Mitglieder und weitere Interessierte über Vermittlung der Grabungsleiterin den bei jüngsten archäologischen Untersuchungen freigelegten Turm der Wiener Stadtbefestigung im Bereich der heutigen Albertinarampe, der nach Beendigung der Bauarbeiten nicht mehr öffentlich zugänglich sein wird.

Am 13. Dezember berichtete Ingeborg Gaisbauer im Rahmen eines AK-Treffens über die bauarchäologischen Aspekte ihrer Diplomarbeit, die sich mit einer Stadtkerngrabung in den Tuchlauben, Wien, befasst.

Nikolaus Hofer

 

Aus: Mitteilungsblatt Archäologie Österreichs 11/3, 2000, 12.

Auf Einladung des Mittelalter-Arbeitskreises hielt Herr Dr. Matthias Untermann (Freiburg im Breisgau) am 4. 6. 1 998 einen Vortrag über die "Stadtwüstung Münster im Breisgau". Der Bericht über die archäologische und historische Erforschung einer mittelalterlichen Stadtwüstung bildete einen interessanten Beitrag zu dem Schwerpunktthema "Stadtkernarchäologie", welches sich der Arbeitskreis für das Jahr 1998 gesetzt hatte.

Im November besuchte eine Gruppe von Mitgliedern des Arbeitskreises auf Einladung von Frau Dr. Sedlackova die Stadt Olomouc/Olmütz in der Tschechischen Republik. Neben einer ausgiebigen Führung durch den historischen Stadtkern mit zahlreicher mittelalterlicher Bausubstanz stand hier vor allem die Beschäftigung mit dem überaus umfangreichen neuzeitlichen Fundmaterial aus den Stadtkerngrabungen der letzten Jahre in Olomouc im Vordergrund.

Nikolaus Hofer

 

Aus: Mitteilungsblatt Archäologie Österreichs 10/3, 1999, 12.

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