Aufgrund des großen Angebotes an Vorträgen anläßlich der gemeinsamen Jahrestagung des West- und Süddeutschen Verbandes für Altertumsforschung und der ÖGUF im Mai in Wien wurde vom MA-AK heuer nur ein Vortrag organisiert. Dr. Wilhelm Sydow vom Bundesdenkmalamt Landeskonservatorat für Tirol berichtete am 13. November unter dem Titel "Früh mittelalterliche Kirchen- und Siedlungsgeschichte in Tirol nach Erkenntnissen jüngerer Grabungen" über seine zahlreichen archäologischen Untersuchungen in Tiroler Kirchen sowie über die überraschend weitreichenden Erkenntnisse, die sich aus diesen für die Klärung der früh- und hochmittelalterlichen Siedlungsgeschichte in Tirol gewinnen lassen.

Ein besonderes Anliegen bildete heuer die Verstärkung der Arbeitskreisinternen Aktivitäten, insbesondere auch bezüglich der "Mitgliederwerbung" unter Studenten. Ein vor allem für dieses Publikum gedachter Keramik-Workshop am Inst. f. Ur- u. Frühgeschichte am 11. April war gut besucht und ergab viele neue Kontakte. Am 25. April besuchten zahlreiche Mitglieder des AK die Ausgrabungen am Judenplatz, wo uns durch die Grabungsleitung die bauhistorischen Untersuchungen in den dem Grabungsareal benachbarten Gebäuden und Kellern ausführlich präsentiert wurden.

Vom 24. bis 26. Oktober veranstaltete der AK eine Exkursion in den Raum Wels/Oberösterreich, an der rund 20 AK-Mitglieder teilnahmen. Neben einer Besichtigung des Stadtmuseums Wels und der dortigen mittelalterlichen Bausubstanz standen vor allem die Grabungen von E. Beninger im Gebiet um Neydharting im Mittelpunkt des Interesses. So wurde es uns u. a. ermöglicht, das Fundmaterial der meisten dieser Grabungen im Original zu besichtigen. Einen weiteren Schwerpunkt bildete die Besichtigung der Burgruine Scharnstein sowie der Funde von dieser Anlage.

Am 17. November schließlich fand eine Vollversammlung des AK statt, bei der den AK-Mitgliedern die neuen Vereinsstatuten der ÖGUF unterbreitet und gemeinsam ein AK-Konzept entwickelt wurd e.Außerdem wurden gemäß den neuen Statuten ein Sprecher (Nikolaus Hofer) und ein Sprecher-Stellvertreter (Stefan Moser) gewählt bzw. in ihren Funktionen bestätigt.

Nikolaus Hofer

 

Aus: Mitteilungsblatt Archäologie Österreichs 9/3, 1998, 78.

Der Arbeitskreis veranstaltete 1996 zwei Vorträge:

* Am 23. Januar berichteten Istvan Feld und György Szeker, beide Budapest, über die umfangreichen Ausgrabungs- und Sanierungstätigkeiten am "Roten Turm" der Burg von Saaospatak, einer Anlage des 16. Jahrhunderts. Dabei standen vor allem bauarchäologische Aspekte im Vordergrund.
* Am 26. November hielt Brigitte Cech, Wien, einen Vortrag über den bisherigen Stand der archäologischen Untersuchungen im Bockart-Revier im Gasteiner Tal, Salzburg, wobei neben den archäologischen auch die historischen Aspekte des Edelmetallbergbaus im 16. Jahrhundert beleuchtet wurden.
* Der Keramik-Workshop von 1995 in Graz fand 1996 eine Fortsetzung, diesmal allerdings in Salzburg. Vom 18. bis 20. Oktober trafen einander ca. 20 Teilnehmer aus Wien und Graz in Salzburg, wo die umfangreichen mittelalterlichen und vor allem frühneuzeitlichen Fundbestände des SMCA unter Leitung von Herrn Dr. Kovacsovics besichtigt wurden. Zusätzlich ermöglichte uns Dr. Kovacsovics auch eine Besichtigung der jüngsten Grabungsergebnisse auf der Feste Hohensalzburg.

Nikolaus Hofer

 

Aus: Mitteilungsblatt Archäologie Österreichs 8/3, 1997, 7.

Der Schwerpunkt der Aktivitäten des Mittelalter-Arbeitskreises lag 1995 in der Veranstaltung einer Tagung zu dem Thema "Der aktuelle Stand der Klosterarchäologie in Österreich und den benachbarten Ländern", die vom 24. bis 26. November 1995 im Stift Heiligenkreuz, NÖ, erstmals in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Gesellschaft für Mittelalterarchäologie, abgehalten wurde. Wie die beiden letzten Tagungen in Stein/Krems a.d. Donau 1992 und 1994 war auch das Symposium in Heiligenkreuz mit über 100 Teilnehmern aus dem In- und Ausland sehr gut besucht. Neben den Vorträgen wurden auch eine Exkursion zu der Grabung des Bundesdenkmalamtes im Kloster Kleinmariazell sowie eine Führung durch das Stift Heiligenkreuz selbst unter Leitung von Herrn Offenberger angeboten. Die Tagung wurde insgesamt von den Besuchern sehr positiv aufgenommen und eine Fortsetzung allgemein befürwortet.

Der Mittelalter-Arbeitskreis veranstaltete 1995 zwei Vorträge. Am 19. Jänner berichteten Gerald Fuchs, Graz, und Wolfgang Sadik, Wien, über die Grabungskampagne auf der Plankenalm 1993, einer besonders aufgrund der hochalpinen Lage interessanten FundsteIle einer mittelalterlichen bis frühneuzeitlichen Almhütte. Am 13. Juni hielt Matthias Untermann aus Freiburg im Breisgau, Deutschland, einen Vortrag über "Archäologische Beobachtungen zur Frühgeschichte einer hochmittelalterlichen Stadtgründung am Beispiel Freiburg i. Br.", wobei besonders der Umfang der stadtarchäologischen Aktivitäten und der daraus resultierenden Ergebnisse zur Stadtgeschichte beeindruckten.

Ein neuartiges Projekt wurde mit Studenten der Klassischen Archäologie aus Graz gestartet, die sich ebenfalls mit mittelalterlichen Fundkomplexen beschäftigen und bereits bei den Tagungen in Stein mit den Mitgliedern des Arbeitskreises Kontakt aufgenommen hatten. Vom 13. bis 15. Oktober wurde gemeinsam in Graz ein Keramik-Workshop veranstaltet, bei dem sowohl Fundmaterialien aus dem niederösterreichischen, als auch aus dem steirischen und kärntnerischen Raum zum "An- und Begreifen" bereitgestellt wurden. Aufgrund des - nach übereinstimmender Meinung aller Teilnehmer großen Erfolges wurde vereinbart, derartige Workshops in Zukunft zu wiederholen.

Nikolaus Hofer

 

Aus: Mitteilungsblatt Archäologie Österreichs 7/3, 1996, 14.

Die Aktivitäten des Mittelalter-Arbeitskreises erstreckten sich 1994 auf Vorträge, Exkursionen und Symposien.

Am 27.Jänner hielt Frau Doz.Dr. Sabine Felgenhauer einen Vortrag über die neuesten Grabungsergebnisse der mittelalterlichen Oorfwüstung von Hard, NO. Am 18.März informierte Jürg Goll (Schweiz) über die Ausgrabungen im Kloster Müstair/Schweiz. Am 29. April berichtete Thomas Kreitner über die jüngsten Ausgrabungs-und Restauriertätigkeiten auf der Ruine Rehberg/Krems, NÖ. Am 20.0ktober schließlich hielt Herr Or. Wilfried Kovacsovics aus Salzburg einen Vortrag über die Ergebnisse der Stadtkernforschungen in Salzburg in den letzten Jahren. Alle Vorträge fanden am Institut für Ur- und Frühgeschichte statt und waren gut besucht.

Vom 31. Mai bis zum 5. Juni nahmen 10 Mitglieder unseres Arbeitskreises an einer Exkursion teil, die über Südtirol nach Graubünden, Liechtenstein und Vorarlberg führte. Aufgrund bereits bestehender, guter Kontakte zum benachbarten Ausland, insbesondere der Schweiz, war es möglich, an Ort und Stelle jeweils von heimischen Fachkräften geführt zu werden; dies brachte nicht nur bessere Informationen, sondern auch neue Kontakte zu ausländischen Fachkollegen.

Vom 25. bis zum 27. November organisierte der Arbeitskreis schließlich - gemeinsam mit dem Bundesdenkmalamt und dem Institut für mittelalterliche und frühneuzeitliche Realienkunde, Krems in Stein/Krems ein Symposium zu dem Thema "Dokumentation- Bauforschung, Grabung, Fundstellenerfassung", das sehr gut besucht war und wohl allen Teilnehmern aus dem In- und Ausland in guter und bleibender Erinnerung bleiben wird.

Nikolaus Hofer

 

Aus: Mitteilungsblatt Archäologie Österreichs 6/3, 1995, 1314.

Am 22.Jänner fand unter der Leitung von Dr. E. Szameit ein Workshop zu dem Thema "Mittelalterliche Bewaffnung" statt. Nachdem im ersten Teil dieses Workshops im vorigen Jahr die mittelalterlichen Angriffswaffen erläutert worden waren, behandelte E. Szameit in der Fortsetzung dieses Themas heuer die Schutzwaffen. Am 18 . März hielt ein Kollege aus der Tschechischen Republik, Dr. Rudolf Prochazka aus Brno, einen Vortrag über "Mittelalterliche Stadtkernforschung in Mähren" mit Schwerpunkt auf den neuesten diesbezüglichen Grabungsergebnissen in Brno.

Im Mai besuchten mehrere Mitglieder des MA-AK das Wiener Ziegelmuseum in Wien-Penzing, wo sie eine fachkundige Führung durch die Schausammlung erhielten. Vom 10 . bis 13. Juni veranstaltete der Mittelalter-Arbeitskreis eine Exkursion nach Stuttgart zur Ausstellung "Stadtluft, Hirsebrei und Bettelmönch - die Stadt um 1300"; an der Exkursion nahmen acht Mitglieder teil. Auf der Hin- und Rückfahrt wurden mehrere Burgen sowie das Germanische Nationalmuseum in Nümberg besucht.

Der für den November 1993 angekündigte Vortrag von Frau Doz.Dr. Sabine Felgenhauer über "Die neuesten Grabungsergebnisse in der mittelalterlichen Dorfwüstung Hard, NÖ" wurde am 27. Jänner 1994 nachgeholt. Veranstaltungstermine des Arbeitskreises werden per Anschlag am Institut für Ur- und Frühgeschichte bekanntgegeben.

Nikolaus Hofer

 

Aus: Mitteilungsblatt Archäologie Österreichs 5/3, 1994.

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