Trotz zahlreicher Terminschwierigkeiten und einer immer spürbareren Überalterung des Arbeitskreises, vor allem der Funktionäre, konnten im vergangenen Studienjahr einige Vorträge (mit-)organisiert werden.

Am 11. März 2004 hielt Dr. Mihael Budja von der Universität Ljubljana einen Vortrag zum Thema "The Neolithisation in Southeast Europe. We are in the puzzle". Der Hörsaal war bis zum letzten Platz besetzt, zahlreiche Kollegen drängten sich auf den Stehplätzen. Im Anschluss an seine Ausführungen zum Beginn des Neolithikums in Südosteuropa entspann sich eine interessante Diskussion, die im Postkolloquium ihre Fortsetzung fand.Ebenfalls sehr gut besucht war der Vortrag von Charles Tanguy Le Roux zur Megalithik in der Bretagne und den Nachbarregionen, der am 8. Juni 2004 gehalten wurde.

Anfang Juli besichtigten einige Mitglieder des AK im Rahmen einer kleinen Exkursion die Grabung an der urgeschichtlichen FundsteIle Stoitzendorf, wo unter anderem ein ausgezeichnet erhaltener Grundriss eines bandkeramischen Langhauses freigelegt wurde, und die Grabung an einem urnenfelderzeitlichen Gräberfeld in Furth bei Göttweig. Im Rahmen von Führungen durch die örtlichen Grabungsleiter konnten wir uns ein umfassendes Bild von der jeweiligen Situation machen.

Im Wintersemester konnten Magda und Gheorge Lazarovici zu einem Vortrag gewonnen werden. Magda Lazarovici sprach über neue Forschungen zur Cucuteni-Kultur, Gheorge Lazarovici im Anschluss über die Tontäfelchen von Tartaria. Obwohl beide Vorträge hintereinander gehalten wurden, war das Interesse des Auditoriums ungebrochen, was sich auch in der langen Diskussion zeigte.

Franz Pieler

 

Aus: Mitteilungsblatt Archäologie Österreichs 16/3, 2005, 5.

Die Aktivitäten des AK Neolithikum/Bronzezeit konzentrierten sich im Studienjahr 2003 vor allem auf interne Treffen. Diese finden seit Beginn des vergangenen Sommersemesters regelmäßig am jeweils zweiten Dienstag oder Mittwoch jeden Monats statt.

Im vergangenen Jahr fanden eine große Zahl von Vorträgen zu Themen des Neolithikums und der Bronzezeit auf Einladung der ÖGUF statt, wie etwa am 13. April von A. Krenn Leeb und B. Wewerka zu den aufsehenerregenden frühbronzezeitlichen Depotfunden von Hadersdorf am Kamp oder am 22. April von H. Meller über "Die Himmelsscheibe von Nebra". Speziell auf Einladung des AK sprach am 3. April G. Lazarovici (Timisoara) über "Das Heiligtum der Vinca-Kultur von Parfait. Es war dies ein sehr ausführlicher Bericht über die langjährigen Grabungen auf dieser Siedlungsstelle, die Veranstaltung war gut besucht.

Die zusammen mit dem AK Paläolithikum für November geplanten zwei Vorträge von B. Eriksen (Moesgaard Museum, Dänemark) über das Spätpaläolithikum bzw. den Mesolithikum- Neolithikum Übergang in Südskandinavien mussten aus terminlichen Gründen auf das kommende Wintersemester verschoben werden.

Am 13. Jänner 2004 fand ein großer interdisziplinärer Vortrag über die "Neuesten archäologischen und naturwissenschaftlichen Ergebnisse zum Mittelneolithikum von Kamegg, NÖ." statt. Es sprachen G. Trnka und M. Doneus über die Archäologie, P. Stadler über die 14C Daten, B. Link und M. KohIerSchneider über die Archäobotanik. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch die Ausführungen von E. Pucher zur Archäozoologie und von M. Teschler-Nicola zur Anthropologie. Diese Veranstaltung war außerordentlich gut besucht, etliche Zuhörer mussten sich mit Stehplätzen begnügen, auch die lange Dauer von etwa drei Stunden tat dem Interesse keinen Abbruch. Gerade dieses große Interesse an Themen des Neolithikums sind nicht zuletzt für die Mitglieder des AK Neolithikum ein großer Ansporn, sich weiterhin zu engagieren. Für das kommende Semester sind einige Exkursionen sowie Vorträge geplant, wo wir weiterhin auf reges Interesse hoffen.

Franz Pieler

 

Aus: Mitteilungsblatt Archäologie Österreichs 15/3, 2004, 6.

Im Studienjahr 2002/2003 fanden wieder zahlreiche Aktivitäten des Arbeitskreises statt. Den Auftakt bildete eine auf Initiative von K. Grömer durchgeführte Exkursion nach Oberösterreich. Diese bildete den Anlass zu einem Treffen mit Kollegen aus Bayern. Da Oberösterreich im Neolithikum die kulturelle Übergangzone von Ost nach West bildete, erschien es wünschenswert, diesem Umstand durch ein Treffen zwischen Fachkollegen aus Bayern und Ostösterreich Rechnung zu tragen. Aus Deutschland waren B. Engelhardt, K. Böhm, I. Bürger und K. Riedhammer angereist, aus Wien konnten E. Ruttkay, G. Trnka und M. Derndarsky zur Mitfahrt gewonnen werden, aus der Slowakei war J. Pavuk zu uns gestoßen. Bei der Präsentation und anschließenden Diskussion der oberösterreichischen Fundmaterialien konnte jeder der Teilnehmer über die ihm vertrauten Teile der jeweiligen Inventare referieren und einiges zur Klärung der Verhältnisse der miteinander verschränkten Kulturgruppen des oberösterreichischen MitteIneolithikums beitragen. Nicht zuletzt aufgrund der freundlichen Aufnahme durch die beiden Gastgeber J. Leskovar (OÖLM) und E. M. Ruprechtsberger (Museum NORDICO) war diese Veranstaltung sehr gut gelungen und für jeden der Teilnehmer ein große Bereicherung.

Bereits wenige Tage später, am 8. 3. 2002 wurde die seit längerem geplante Exkursion zusammen mit dem Arbeitskreis Paläolithikum durchgeführt. Ziel war das sogenannte Plateaulehmpaläolithikum des Waldviertels. Da sich dieses Phänomen zeitlich nicht auf das Paläolithikum beschränken lässt, war ein Besuch auch für uns "Neolithiker" von großem Wert und Interesse. Im Laufe des Tages konnten sich alle Exkursionsteilnehmer ein gutes Bild von der Erscheinungsform der FundsteIlen und den auftretenden Funden machen. Da es sich zumeist um Artefaktstreuungen auf oder nahe bei natürlichen Rohmaterialvorkommen handelt, war die Fundausbeute teilweise beachtlich. Repräsentative Proben wurden der Lithothek des Instituts für Ur- und Frühgeschichte zugeführt. Aufgrund der räumlichen Nähe nutzten wir auch die Gelegenheit, den eponymen Fundort der Wolfsbach-Gruppe des Epilengyel zu besichtigen.

Neben diesen Aktivitäten, die uns in Gelände führten, konnten wir auch heuer wieder zu interessanten Vorträgen einladen: Den Anfang machte N. Kalicz, der am 9. 4. über das spätbronzezeitliche Gräberfeld von Budapest-Bekesmegyer sprach. Es war dies seit sehr langer Zeit der erste Vortrag zu einem bronzezeitlichem Thema, er erfreute sich sehr regen Interesses. Am Dienstag, dem 13. 5. folgte der Vortrag von Z. Özmar über die neuen Forschungen zur relativen Chronologie der Bandkeramik in Mähren. Da Mähren kulturell eng mit Ostösterreich verbunden ist, sind von diesen neuen Forschungsergebnissen auch starke Impulse für unseren Raum zu erwarten. Auch dieses Referat traf auf lebhaftes Interesse, was sich auch bei der regen Beteiligung an der nachfolgen Diskussion zeigte, die in bewährter Weise ihren Ausklang in einem Postkolloquium in einem nahegelegenem Lokal fand.

Franz Pieler

 

Aus: Mitteilungsblatt Archäologie Österreichs 14/3, 2003, 6–7.

Im Studienjahr 2001 /2002 fanden wieder zahlreiche Aktivitäten des Arbeitskreises statt. Im Gegensatz zu den letzten Jahren gab es diesmal ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Vorträgen und Exkursionen.

Mitte Mai wurde eine Exkursion zur Grabung in der spätneolithischen befestigten Siedlung am Hundssteig in Krems an der Donau unternommen, die vom Verein ASINOE durchgeführt wurde. Bei der Führung durch den örtlichen Grabungsleiter Franz Pieler wurden uns nicht nur die Befund- und Fundsituation vor Augen geführt, sondern auch ein Blick hinter die Kulissen des Grabungsalltags geboten. Besonderes Augenmerk lag bei den Sicherheitsvorkehrungen, die durch die stellenweise bis zu 8 m tiefen Grabenschnitte getroffen werden mussten.

Am 7. Juni fand auf gemeinsame Einladung des AK und des Instituts für Ur- und Frühgeschichte der Vortrag von Jacek Lech vom Archäologischen Institut der Polnischen Akademie der Wissenschaften über den prähistorischen Bergbau in Europa statt. Da dieses Thema sich nicht nur auf das Neolithikum selbst erstreckt, konnten auch zahlreiche Hörer von außerhalb unseres Arbeitskreises gewonnen werden. Anschließend ergab sich eine lebhafte Diskussion, von der alle Beteiligten profitieren konnten. Im Sommersemester 2001 fanden auf Einladung der ÖGUF bzw. des Instituts für Ur- und Frühgeschichte zwei weitere Vorträge zu speziellen Themenbereichen des Neolithikums statt, und zwar am 29. März Zeidan Kafafi von der Yarmouk Universität Jordanien über ,Ain Ghazal (Jordan). A major Early Neolithic site in the Levant." und am 10. Mai Stephan Hiller über die "Neuen Forschungen in Karanovo - Neolithische Häuser". Sämtliche Vorträge erfreuten sich regen Interesses, bei den anschließenden Diskussionen und Postkolloquien boten sich vielfache Möglichkeiten, über das Gehörte zu reflektieren.

Im Wintersemester organisierten wir am 14. Dezember 2001 gemeinsam mit Kollegen des AK Paläolithikum eine Rohmaterialprospektion in den Kampschottern. Bedingt durch den unerwartet hohen Wasserstand des Kamp und die sich rapide verschlechternden Witterungsbedingungen verlegten wir sie schließlich ins Trockene und verbrachten den Rest des Tages mit heißen Diskussionen bei heißem Tee und Keksen.

Am 17. Jänner 2002 hielt auf Einladung des AK Neolithikum/Bronzezeit F. Pieler den "ersten Vorbericht zu den Grabungen in der spätneolithischen Befestigungsanlage von  Krems/Hundssteig". Auch diese Veranstaltung erfreute sich regen Interesses, nicht nur von Seiten eingefleischter Neolithiker. Zum Abschluss des Semesters und gleichzeitig als Überleitung zum kommenden Sommersemester unternahmen wir wieder zusammen Kollegen vom AK Paläolithikum sowie G. Trnka, ehr. Neugebauer-Maresch und J. Tuzar eine Vorerkundung zu einigen FundsteIlen des sogenannten Plateaulehmpalaolithikums. Die eigentliche Exkursion ist für den Beginn des Sommersemesters geplant.

Franz Pieler

 

Aus: Mitteilungsblatt Archäologie Österreichs 13/3, 2002, 5.

Im Studienjahr 2000 wurde die rege Tätigkeit der letzten Jahre fortgesetzt. Es fanden im Sommersemester 2000 auf Einladung des AK Neolithikum zwei Vorträge statt. Am 11. April sprach Ludwig Kreiner von der Kreisarchäologie Dingolfing-Landau über "Gräber und Siedlungen der Glockenbecherkultur im Landkreis Dingolfing-Landau, Niederbayern", am 25. Mai hielt Jürgen Weiner vom Rheinischen Landesamt für Denkmalpflege Nideggen einen Vortrag über die "bergmännische Rohstoffgewinnung in der Steinzeit". Beide Vorträge waren sehr gut besucht und boten die Gelegenheit, Material und Befunde von außerhalb unseres engeren Arbeitsgebietes aus erster Hand kennenzulernen. Im Rahmen eines Postkolloquiums in gemütlicher Atmosphäre konnten dann im persönlichen Gespräch noch einige Fragen beantwortet und Probleme erörtert werden.

Der Beginn des Wintersemesters 2000/2001 stand zunächst ganz im Zeichen des internen Neolithikum/Bronzezeit-Workshops. Es war dies eine Veranstaltung die der internen Diskussion, die ja neben der Öffentlichkeitsarbeit einen der beiden Hauptbereiche des AK darstellt, gewidmet war. Bei dieser Gelegenheit bot sich allen Mitgliedern des AK die Möglichkeit, ihre Arbeiten im Kollegenkreis vorzustellen. Außer den AK-Mitgliedern waren E. Lenneis, A. Krenn- Leeb, G. Trnka, P. Stadler und E. Ruttkay eingeladen. Es entspann sich eine recht lange, sehr interessante Diskussion zu den einzelnen Beiträgen, vor allem die jüngeren Kollegen, die noch am Beginn ihrer Arbeiten stehen, konnten von vielen Hinweisen und Anregungen profitieren.

Der Öffentlichkeitsarbeit wurde schließlich mit der Einladung von Michael Doneus, Institut für Ur- und Frühgeschichte Wien, am 16. Jänner 2001 zum Vortrag über "Die Siedlung von Kamegg - Neues zur frühen Lengyel-Kultur" entsprochen. Auch an diesem Abend war der Hörsaal 7 des Instituts sehr gut besucht, das Publikum konnte sehr interessanten Ausführungen lauschen, über die im Rahmen eines Postkolloquiums noch bis spät in die Nacht gesprochen und diskutiert wurde ...

Franz Pieler

 

Aus: Mitteilungsblatt Archäologie Österreichs 12/3, 2001, 11–12.

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