Die Sitzungen des AK Unterwasserarchäologie finden gemeinsam mit der Österreichischen Gesellschaft für Feuchtboden- und Unterwasserarchäologie triton jeden zweiten Montag im Monat im Universitätsbräu (Altes AKH) statt. Die AK-Mitglieder werden davon per e-Mail und Plakat am Institut aufmerksam gemacht.

Im WS 1999/2000 fand ein Vortrag von Dr. J. Köninger ( LDA Baden-Württemberg) zum Thema " Eisenzeitliche Pfahlbauten im Federseemoor" statt. Dabei referierte er über eine Fischfanganlage, die neben ergiebigen Knochenresten auch interessante Einblicke in die Methodik des urgeschichtlichen Fischfangs erbrachte. Ein Artikel darüber kann im NAU 6 (1999) nachgelesen werden. Für das SS 2000 plant der AK einen Vortrag von B. Eberschweiler (Stadtarchäologie Zürich) über die neuesten Forschungsergebnisse in der spätbronzezeitlichen Station Zürich Alpenquai. Ein genauer Termin wird noch ausgeschrieben. Auch soll eine Exkursion ins Pfahlbaumuseum Unteruhldingen unternommen werden.

Christian Stradal

 

Aus: Mitteilungsblatt Archäologie Österreichs 11/3, 2000, 13.

Das WS 1998/99 wurde mit dem Ausscheiden des langjährigen Sprechers des AK, Mag. F. Schipper, und der Neuwahl eines Nachfolgers beim ersten AK-Treffen begonnen. F. Schipper sieht seine Zukunft mehr im vorderasiatischem Raum, was uns veranlaßt, ihm für seine Arbeit zu danken, hat er es doch geschafft, seit der Gründung des AKs, im WS 1994/95, diesen nahezu europaweit bekannt zu machen. So wollen wir ihm auf seinen künftigen Wegen alles Gute wünschen.

Mit seiner Nachfolge wurden Ch. Stradal (Inst. f. Ur- und Frühgschichte Wien) und C. Dworsky (Inst. f. Klass. Archäologie Wien) betraut. Die Tätigkeit des neuen Sprechers, Ch. Stradal, begann bereits mit der Teilnahme am Kongreß "Inseln in der Archäologie" im Juli in Starnberg, gemeinsam mit Dr. O. Cichocki (IDEA), der dort auch einen Vortrag über die jungneolithische Station im Keutschacher See hielt. Andere Themen neben den bekannten süd- und südwestdeutschen Pfahlbaustationen wie Kempfenhausen, der Roseninsel, der Wasserburg Buchau sowie den "Ladenhütern" (Zitat Dr. U. Ruoff) des Zürichsees, waren auch die mediterranen Aktivitäten deutscher Unterwasserarchäologen in Kroatien (Brioni), Griechenland (Samothrake) oder Syrien (Ruad). Ein Festvortrag von W. Schrnid (BGfU) anläßlich der 125-jährigen Wiederkehr des ersten archäologischen Tauchgangs in Bayern durch Siegmund von Schwab war sicherlich der Höhepunkt dieses Kongresses

Bei dieser Gelegenheit konnten die guten Kontakte wieder genützt werden, um Dr. Marcus Prell (BGfU) für einen Vortrag am Inst. f. Ur- und Frühgeschichte zu gewinnen. Dieser - mit dem Titel "Römische Brücken zwischen Bulgarien und Bayern. Eine archäologische Spurensuche über und unter Wasser" - erfreute sich am 1 9. 1 1. 1 998 eines überaus regen Publikumsinteresses. Ein bei dem oben genannten Kongreß gefaßter Entschluß wird möglicherweise nächstes Semester durchgeführt: ein Besuch im Pfahlbaumuseum in Unteruhldingen. Wer Interesse hat, im AK mitzuarbeiten, der kann uns per email (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) oder direkt an den Instituten erreichen.

Christian Stradal und Cyril Dworsky

 

Aus: Mitteilungsblatt Archäologie Österreichs 10/3, 1999, 12.

Der AK UWA hat sich im ersten Jahr seines Bestehens durchaus bewährt, einiges hat sich ereignet.

Im SS 1995 fanden erstmals Vorträge statt, sie waren der österreichischen Forschung gewidmet. Im Rahmen des Themas "Pfahlbauforschung in Österreich" präsentierte Herr AR Johann Offenberger, BDA, einen Querschnitt seiner Arbeit in den oberösterreichischen Seen und Herr Dr. Otto Cichocki, Uni Wien-IDEA, stellte die vorläufigen Ergebnisse seiner Forschungen im Keutschacher See vor. Im zweiten Vortrag führte Herr OR Dr. Heinrich Zabehlicky, ÖAI, die Ergebnisse seiner Grabungen im Hafen von Ephesos aus.

In der letzten Semesterwoche fand der erste unterwasserarchäologische Tauchkurs statt, an dem acht Studenten beider Institute teilnahmen. Frau Mag.Gerti Gagsteiger, DEGUWA, leitete diesen Kurs nach dem internationalen NAS-Training-Scheme der Nautical Archaeology Society. Im Sommer fuhren zwei der Teilnehmer zu dem "1. Süddeutschen Symposium für Unterwasserarchäologie" , veranstaltet von der Archäologischen Tauchgruppe Bayern. Im Anschluß nahmen sie an einem Lehrgang für Pfahlbauforschung, dem ATB-Kurs I, unter der Leitung von Herrn Ing.Hubert Beer teil.

Im Wintersemester 1995/96 fanden drei Vorträge zum Schwerpunktthema "Mittelmeerschiffahrt" statt. Herr Dr. Olaf Höckmann, RGZM, eröffnete die Reihe mit einem Vortrag über die "Mittelmeerschiffahrt in der Urgeschichte", es folgte Dr.Timm Weski, Bayr.LA f. DMP, mit einem Vortrag über "Antike Mittelmeerschiffahrt" und Dr. Ewald Kislinger, Instf. Byzantinistik-Wien, schloß die Reihe mit dem Vortrag "Die Byzantiner zur See". Für das SS 1996 ist ein Vortrag zur Vergleichenden Pfahlbauforschung geplant. Weiters soll erneut ein unterwasserarchäologischer Tauchkurs nach dem NAS-Training-Scheme wie auch ein Workshop zur allgemeinen Tauchsicherheit durchgeführt werden.

 

Aus: Mitteilungsblatt Archäologie Österreichs 7/3, 1996, 15.

Am Beginn des WS 1994/95 wurde der AK UWA gegründet, der ähnlichen Aufbau und Zweck wie die schon länger bestehenden, bereits bekannten Arbeitskreise hat. Das Interesse richtet sich auf die mitteleuropäische Pfahlbauforschung im besonderen, aber auch auf die UWA allgemein.

Ziel des AK UWA ist der Aufbau und die Förderung der UWA in Österreich durch die Organisierung von Ausbildungslehrgängen bei international anerkannten Institutionen (Naut.Arch. Soc., England u.a.) für österreichische Archäologiestudenten

o durch die Förderung der Erforschung uwa Fundplätze in Österreich
o durch die Förderung der Zusammenarbeit mit anderen Wissenschaftsdisziplinen;
weiters die Förderung der Verbreitung der Erkenntnisse der Disziplin
o durch die üblichen Vorträge, aber auch
o durch Kurse für Sporttaucher zur Aufklärung über Wert und Bedürfnisse einer geregelten Forschung, was zur Sensibilisierung der Sporttaucher und so zur Verminderung der
Raubgräbertätigkeit führen soll (nach dem Vorbild der Dt.Ges. UWA)
und, last but not least, die Aufnahmen und Pflege internationaler Kontakte
o insbesondere auf dem Gebiet der Pfahlbauforschung
o sowie auf sämtlichen Gebieten der UWA und verwandter Disziplinen

Derzeit beträgt der Interessentenkreis etwa ein Dutzend Studenten beider archäologischer Institute. Es fanden bereits einige Treffen statt, bei denen die zukünftigen Projekte besprochen wurden. Der AK UWA plant für das kommende Semester zwei Vorträge (über die Pfahlbauforschung in Österreich und über die österreichischen Grabungen im Hafen von Ephesos, siehe Veranstaltungen), intensiveres Training zur Verbesserung der allgemeinen Tauchkenntnisse der Studenten, eventuell auch einen ersten uwa Tauchkurs.

e.h. Fritz Schipper

 

Aus: Mitteilungsblatt Archäologie Österreichs 6/3, 1995, 16.

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