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Deborah Zarnke: Hinter hohen Hecken – Landwehren im Raum Westfalen
Dienstag, 22. November 2016, 18:00

Vortrag auf Einladung des AK Mittelalter

Deborah Zarnke

(Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Altertumskommission für Westfalen)

„Hinter hohen Hecken – Landwehren im Raum Westfalen“

 

04. deutlich zu erkennender Landwehrwall bei Reken 380px

 

Die Region Westfalen bildet im wahrsten Sinne das Herzstück des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen im Nordwesten Deutschlands. Unter anderem geprägt von der Westfälischen Bucht, einem Teil der Norddeutschen Tiefebene, galt es dort, wo es an natürlichen Steigungen fehlte, zum Schutz künstliche Hindernisse in der Landschaft zu errichten. Bei den sogenannten Landwehren handelt es sich um Wall-Graben-Anlagen, die der Markierung und Sicherung von Grenzen einzelner Territorien, Städte oder Kirchspiele dienten.
Ursprünglich im ausgehenden Mittelalter entstanden, ist für viele von ihnen eine Nachnutzung bis in die Frühe Neuzeit hinein belegt. Die Landwehren schützten Bauern und Bürger vor Viehdiebstahl, Überfällen und Vandalismus. Mit dornigen Hecken und Bäumen bepflanzt, bildeten sie unüberwindbare Hindernisse mit nur wenigen Durchlässen. Diese, vor allem an den Hauptverkehrsstraßen gelegen, waren mit Schlagbäumen abgesichert und ermöglichten eine Kontrolle darüber, wer sich einer Stadt oder Region näherte. An besonders gefährdeten Punkten wurden zusätzlich sogenannte Warttürme erbaut.
Westfalen war von einem regelrechten Netz aus besagten Landwehren überzogen, von den großen politischen Grenzen wie der Grenze zu den Niederlanden, bis hin zu kleinen Einfriedungen einzelner Bauerschaften.
2016 hat die Altertumskommission für Westfalen, ansässig beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), ein neues Projekt ins Leben gerufen, dessen Ziel es ist, das umfassende Landwehrnetz von einst durch das Bündeln aller zur Verfügung stehenden Methoden zu rekonstruieren und in einem nächsten Schritt zu visualisieren sowie langfristig geeignete Stellen für die Öffentlichkeit aufzubereiten. Die einzelnen Puzzleteile aus erhaltenen Landwehrstücken, Flurnamen, Altkarten, Digitalen Geländemodellen, urkundlichen Überlieferungen, Erzählungen und archäologischen Maßnahmen sollen in einer georeferenzierten Westfalenkarte zusammengefügt und in ihrer Gesamtheit grafisch veranschaulicht werden. Zum Einstieg hat man sich hierbei für die Verwendung von GoogleEarthPro entschieden.

Veranstaltungsort Institut für Urgeschichte und Historische Archäologie, Hörsaal 7 (3. Stock), Franz-Klein-Gasse 1, 1190 Wien

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