Der AK-Experimentelle Archäologie war auch 2018 wieder aktiv!

Wie jedes Semester gab es einen interessanten Vortrag zu einem experimentellen Thema. Im April wurde uns von Mag. Ingrid Schierer – einer Meisterin der Textilen Künste – „Textiles, textiles …“ nähergebracht. Im November beehrte uns erstmals Frau Dr. Sonja Gruber und sprach zum Thema „Prähistorische Bienenhaltung in Zentraleuropa“ (unter anderem auch zum Thema Wachs).

Auf das Jahr verteilt gab es mehrmals Werkstattbesuche. In dieser haben die Studenten die Möglichkeit, verschiedene Handwerkstechniken auszuprobieren und zu erlernen. Neben Bronzeguss und dem Erstellen von Wachsmodellen wurde auch getöpfert und geschnitzt.

Als besonderes Highlight galt der Vortrag von Mag. Hans Reschreiter über 50 Jahre Hallstattforschung inlkusive Mini-Workshop am 13. Dezember 2018. In Rechnitz, der zweiten Experimentalarchäologie- Station, wurden im Frühjahr und Sommer die Öfen (Rennofen und Keramikbrennofen) saniert sowie fleißig geschnitzt, geschmiedet, geschliffen, gebrannt und Birkenpech hergestellt.

An Vorführungen sei der Bau eines Rennofens samt Verhüttung von lokalem Eisenerz in Eisenberg an der Pinka (Südburgenland) sowie der Bau eines Rennofens im Zuge der Langen Nacht der Museen in Stoob (Mittelburgenland) genannt.

Barbara Siemer & Ela Thurner

Aus: Archäologie Österreichs 29–30, 2018–2019, 63.

Im Jahr 2017 konnte der Arbeitskreis Experimentelle Archäologie wieder einige erfolgreiche Projekte verwirklichen. Im März wurde in Unterpullendorf Raseneisenerz an einem aus den 1980er Jahren bekannten Lagerplatz abgebaut. Dieser Platz war bereits dem Heimatforscher Josef Polatschek bekannt – an dessen Fotos und Berichten wir den Abbau orientierten. Das abgebaute Erz wurde in der Werkstatt für die alljährliche Lehrveranstaltung in Asparn an der Zaya gelagert.

Mai und Juni standen ganz im Zeichen experimenteller Öffentlichkeitsarbeit – in Richtung Archäotechnik. Hier waren wir auf der Ritterburg Lockenhaus als Vorführende für Experimentelles Handwerk eingeladen. Zahlreiche Besucher wurden von uns über die prähistorischen Handwerke und Erzeugnisse aufgeklärt. Der zweite Termin war in Rechnitz, zum sogenannten Tag der Naturparke. Hierfür nutzten wir das Wochenende um den Keramikbrennofen in der Kenyeri-Mühle in Gang zu setzen und Keramikformen sowie Tonpfeifen zu brennen. Für den Tag der Naturparke bauten wir unsere experimentalarchäologischen Stationen für Schulkinder von 6–13 Jahren auf. Sogar der ORF filmte unsere Arbeit und wir konnten den anschließenden ruhigen Abend noch für unsere eigenen Gussexperimente nutzen.

Zur alljährlichen Langen Nacht der Museen fand sich der Arbeitskreis wieder in Rechnitz ein. Bei dieser Gelegenheit wurde die Mühle generalsaniert. Die Vorführung unserer Schmiedestation, Steinschlägerei, Siegeln, Weben/ Spinnen und Keramik war für alle Besucher sehr informativ.

Im Herbst startete der AK eine „Opalwanderung“ zur Rohmaterialbeschaffung für die Steinschläger unter uns. Die Wanderung ging zum Csarterberg im Südburgenland. Zum Jahresausklang fand schließlich am 14. Dezember eine Arbeitskreissitzung für die Neuinteressierten und auch zur Planung für 2018 statt.

Ela Thurner

Aus: Archäologie Österreichs 28/1–2, 2017, 71.

In den Jahren 2015/16 fanden sich Studierende mehrmals in der Kenyeri-Mühle in Rechnitz ein, um aus einer Vielzahl an archäologischen Experimenten wissenschaftlich wertvolle Erkenntnisse zu gewinnen. Unterstützt wurde der Arbeitskreis dabei stets von Bgm. Engelbert Kenyeri und Hannes Herdits, denen an dieser Stelle ein Dank ausgesprochen werden soll. Zu den aufwändigsten Experimenten zählten der Bau eines römischen Glasofens, der in guter Zusammenarbeit mit dem AK Römische Kaiserzeit verwirklicht wurde, und eines Rennofens nach etruskischem Vorbild. Der Glasofen wurde unter großem Aufwand betrieben, die ersten Versuche fielen jedoch ernüchternd aus. Aus diesen ersten Annäherungsversuchen konnten aber wichtige Informationen gewonnen werden, die den Antrieb und die Basis für Umbaumaßnahmen und erneute Versuche im kommenden Jahr bilden. Die Ofenreise des Rennofens fiel im Ergebnis günstiger aus, wodurch für 2017 weitere Experimente zur Weiterverarbeitung angesetzt werden konnten. Außerdem ergibt sich dadurch für die Studierenden die Möglichkeit, das Material metallographisch zu analysieren und so diese Methode der Archäometrie besser zu verstehen.Zur Langen Nacht der Museen 2016 führten einige Mitglieder des Arbeitskreises den Besuchern diverse archäotechnische Verfahrens- und Arbeitsweisen beim Gemeindeamt in Rechnitz vor.

Dennis Kolic

Aus: Archäologie Österreichs 27/2, 2016, 70.

Auch im letzten Jahr wurden von den Mitgliedern des AK Experimentelle Archäologie wieder einige Versuche und Aktionen durchgeführt. So konnten AK-Mitglieder bei den Abschlussarbeiten im Freigelände des Urgeschichte Museums Asparn/Zaya praktische Erfahrungen sammeln. Weiters wurde die LV zur Experimentellen Archäologie außerplanmäßig zum Lehrplan auch heuer wieder im Urgeschichtemuseum abgehalten und erfreute sich großer überregionaler Beteiligung.

Auf der EXAR-Tagung in Linz gab es einige spannende Vorträge von Mitgliedern des AKs zu hören.

Weiters konnten Matthias Pacher und Wolfgang Lobisser im Wintersemester zu einem gemeinsamen Vortrag über die Neugestaltung des Freilichtgeländes im Urgeschichte Museum Asparn/Zaya (jetzt MAMUZ Asparn) gewonnen werden.

Auch die nun schon länger existierende Werkstatt von Mitgliedern des AKs erfreut sich reger Benützung und wird auch regelmäßig in die theoretische LV zur Experimentellen Archäologie eingebaut, um schon im Wintersemester den Bezug zur Praxis herzustellen.

Zu guter Letzt noch ein Aufruf an alle Experimentierfreudigen: Es werden neue AK-Sprecher gesucht!

Michael Konrad

 

Aus: Mitteilungsblatt Archäologie Österreichs 25/3, 2014, 8.

Auch im letzten Jahr wurden von den Mitgliedern des AK Experimentelle Archäologie wieder einige Versuche und Aktionen durchgeführt.

So trafen sich in der alten Mühle in Rechnitz regelmäßig studentische Gruppen, um ihre Versuche durchzuführen. Dabei wurden Eisenerz geröstet, Birkenpech produziert, sowie verschiedene Objekte nachschmiedet, um deren Herstellungsprozess besser beschreiben zu können. Im Zuge des Tages der offenen Tür im Museum Neunkirchen wurde ein im Jahr davor aufgebauter Kupferverhüttungsofen betrieben. Diese Versuche werden im Frühjahr 2013 weitergehen. Weiters wurde von AK-Mitgliedern im Rahmen dieses Aktionstages der Bronzeguss demonstriert, Birkenpech produziert und Brot in einem römischen Backofen gebacken. Diese Veranstaltung fand großen Anklang bei den Besuchern und der Gemeinde.

Ein besonderes Highlight war das 30jährige Jubiläum der Experimentellen Archäologie im Urgeschichtemuseum Asparn/Zaya. Die Jubiläumsfeier fand passenderweise während der diesjährigen Lehrveranstaltung zur Experimentellen Archäologie statt und wurde von zahlreichen Gästen und Interessierten aus dem In- und Ausland besucht. Im Herbst wurde in Zusammenarbeit mit dem LBI (Ludwig Boltzmann Institute for Archaeological Prospection and Virtual Archaeology) ein Vortrag von Thomas Finderup zum Thema Rekonstruktion von Wikingerschiffen gehalten, daran angeschlossen fand ein Workshop im Museum für Urgeschichte Asparn/Zaya statt, wo wir die Gelegenheit hatten, mit dem Referenten praktische Erfahrungen auszutauschen. Diese Kombination aus Vortrag und Workshop war sehr gut besucht und fand bei den Interessierten regen Anklang.

Michael Konrad

 

Aus: Mitteilungsblatt Archäologie Österreichs 24/3, 2013, 10.

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